„Schizophrenie - was ist das?“ - Ein Anti-Stigma Projekt für SchülerInnen

 

Das Bild in der Öffentlichkeit über Menschen mit Schizophrenie ist immer noch von Vorurteilen, Ängsten und Stereotypen geprägt. Mangelhaftes Wissen über die Krankheit Schizophrenie, Angst vor einer Stigmatisierung und das Misstrauen gegenüber Schizophreniekranken und psychiatrischen Einrichtungen beeinflussen zudem, ob Menschen bei psychischen Krisen Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Anti-Stigma Projekt der Organisation BASTA - Das Bündnis für psychisch erkrankte Menschen wendet sich seit dem Jahr 2001 an Schüler und möchte junge Menschen über die Krankheit Schizophrenie informieren und Vorurteile gegenüber Betroffenen abbauen. In Kooperation mit dem Schul- und Kultusreferat in München hat ein Team, bestehend aus einem Lehrer, psychisch Erkrankten, Angehörigen und Psychiatrieprofis, ein Lernpaket „Psychisch Kranke“ für Schulen entwickelt. Drei Unterrichtseinheiten vermitteln den Jugendlichen Wissen über die Erkrankung und bereiten diese spielerisch und schülergerecht auf eine persönliche Begegnung mit Betroffenen und Psychiatrieprofis vor. Das Lernpaket steht für unterschiedliche Altersstufen und Schularten zur Verfügung. Es ist geeignet für Schüler im Alter von 14 bis 20 Jahren und kann in den Lernplan der Schulfächer Deutsch, Sozialkunde, Religion, Ethik oder Psychologie integriert werden.

Seit 2001 haben 13.000 Schüler an dem Projekt teilgenommen, das mittlerweile bundesweit in über 17 Städten eingesetzt wird. Begleitende Studien haben gezeigt, dass das Wissen der teilnehmenden Schüler und deren Haltung gegenüber psychisch erkrankten Menschen durch das Schulprojekt positiv beeinflusst werden.

Literatur:

  • Wundsam K, Pitschel-Walz G, Kissling W, An anti-stigma project for students: Increasing the knowledge about schizophrenia and reducing psychiatric stigma, 13th AEP Congress of European Psychiatry 2005
  • Schulze B, Richter-Werling M, Matschinger H, Angermeyer MC (2003) Crazy?! So what! Effects of a school project on students´ attitudes towards people with schizophrenia. Acta Psychiatr Scand 107: 142-150

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